Bogotá D.C. und Villa de Leyva

21.08.2016 – 25.08.2016

Zurück in Bogotá begrüßte mich die Stadt von ihrer nervigsten Seite: Traffic. Autos und Motorräder wohin das Auge reicht. Eine Freundin erklärte mir einmal man dürfe in Bogotá nur an bestimmten Tagen mit seinem Auto fahren. Wer eine gerade Zahl am Anfang des Nummernschildes hat, der dürfe nur an einem geraden Datum fahren. Für ungerade Zahlen gilt das gleiche. Im Falle meiner kolumbianischen Freundin besitzt ihre Familie dann einfach vier Autos, anstatt zwei. Macht Sinn, oder?

 

 

Die drei folgenden Tage verbrachte ich mit meiner kolumbianischen Freundin Maria Alejandra. Wir besuchten den Botanischen Garten und den „Parque Simon Bolivar“, eine riesige Grünfläche mit See inmitten der Metropole. Außerdem zeigte sie mir noch die ein oder andere kolumbianische Spezialität und ich bekam im Elternhaus wahnsinnig geschmackvollen Kaffee aus dem Hinterland. Da man auch für nur kurze Strecken innerhalb des Zentrums mit Fahrzeiten von um die 60 Minuten rechnen muss, blieb für mehr Sightseeing einfach keine Zeit.

 

 

Bevor ich die kolumbianische Hauptstadt am 26.08.2016 in Richtung Cali verließ, wollte ich noch einmal ins Elternhaus von Angelica und Juanita.
Somit nahm ich den Reisebus am 24.08.2016 und machte mich auf den Weg in Richtung Norden. Bei der Familie angekommen empfing mich die niedliche Omi sofort mit einem leckeren Mittagessen und die jüngere Schwester ließ nicht locker, mir die ein oder andere spanische Vokabel beizubringen. Am Nachmittag war ich treuer Wegbegleiter des Vaters und bekam wieder einige typische Getränke sowie reichlich Essen vorgesetzt.
Auch das Abendessen hat mir wieder unheimlich gut geschmeckt sodass ich zwischenzeitig echt übers Platzen nachdachte.
Spontan wurde ich anschließend von zwei Freunden der Familie abgeholt. Wir machten uns auf den Weg nach „Villa de Leyva“, eine der ältesten Städte Kolumbiens und Heimat dieser beiden sehr netten Jungs. Wir hielten an einem Supermarkt in der siebzehntausend Einwohner Stadt und planten ein paar Bier und Snacks für den Abend zu kaufen. „Take what you want, you are our guest!“ Na, so etwas hört man doch immer gerne.
Dass die beiden Jungs dann allerdings ohne zu Bezahlen mit dem von mir ausgesuchten Sixpack „Club Colombia“ und den Nüsschen an der Kasse vorbei durch die Schiebetür gingen wunderte mich dann doch etwas. 😀 Ehrlich gesagt war ich verwundert, da der Alarm ausblieb. Einer der Beiden kam daraufhin zurück und fragte mich: „Did you forget anything?“
Ich antwortete, dass ich nichts vergessen hatte, jedoch lieber bezahle bevor ich ein Geschäft verlasse. Das sei in Deutschland nun mal so üblich. Er fing an laut zu lachen und erklärte mir dann, dass das Geschäft der Familie gehöre und ich mir daher nehmen dürfte was ich gerne hätte. Jetzt war mir alles klar…Wir schlenderten noch etwas durch die mit warmen Licht beleuchteten Gassen des sehr antiken Städtchens und gingen anschließend im sehr schönen Haus am Fuße eines Berges schlafen.

 

 

Der nächste Tag startete mit einem typisch kolumbianischen Frühstück. Anschließend zeigte mir einer der Jungs die „Desierto de Villa de Leyva“, also die Wüste rund um Villa de Leyva. Es war echt extrem heiß und der Boden war knochentrocken. Die vielen Ausgrabungen und gefundenen Fossilien in diesem Gebiet verleihen der ganzen Region einen persönlichen Scharm. So lässt sich heute sagen, dass vor über 100 Millionen Jahren die Region komplett vom Meer überschwemmt war. Bei den knapp 40 Grad Celsius Lufttemperatur heute kaum vorstellbar. 😀

 

 

Nach dem sehr leckeren Mittagessen machten wir uns wieder auf den Weg nach Tunja. Dort angekommen bekam ich noch ein Lunchpaket mit Speisen und Getränken aus dem Supermarkt der Jungs in Villa de Leyva. Ich war unfassbar dankbar für diesen spontanen Ausflug und die tollen Eindrücke. Die Gastfreundschaft der Kolumbianer ist einfach unübertrefflich! 🙂

In Bogotá angekommen packte ich meine sieben Sachen und freute mich auf den kommenden Tag. Das nächste Ziel hieß Cali im Süden des Landes. Ich war sehr gespannt was mich wohl in der Salsa-Hauptstadt so erwarten würde.

Bis die Tage,
muchas gracias por leer!

Robin 🙂

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