Santa Marta und Tayrona Nationalpark

05.08.2016 – 09.08.2016

Santa Marta! Das bedeutet: enge, stickige Straßen, vollgeladen mit Obst, Süßwaren oder aber Textilartikeln. Sehr viele im reichlich vorhandenen Müll, wühlende Straßenhunde und ein schöner zentraler Platz nähe der Strandpromenade, an dem sich die älteren Herrschaften im Kartenspielen duellieren. Und irgendwo dazwischen findet man blonde Menschen aus aller Welt. Nirgendwo sonst habe ich bisher mehr Backpacker beziehungsweise eine höhere Dichte an Backpackern gesehen wie hier. Die zentrale Straße „Calle 14“ beherbergt hauptsächlich das „Masya Hostel“ und das „La Brisa Loca“. Im „La Brisa Loca“ macht man Party und kann aufgrund der Lautstärke auch um 4 Uhr nachts noch nicht schlafen. Im „Masaya Hostel“ trifft man eher auf die ruhigeren Backpacker, welche sich auf der Dachterasse einen Cocktail gönnen und dann ihr Buch weiter lesen oder die Erfrischung im Pool suchen. Auch Antonius und ich hatten jeweils ein Bett im „Masaya“ gebucht und freuten uns bei rund 35 Grad Celsius im 18-Bett-Zimmer die nächsten Nächte irgendwie mit Schlaf zu füllen.

 

2016-08-05-18-21-30

 

Die Stadt zeigte sich am ersten Abend von ihrer besten Seite und bescherte uns einen wahnsinnig tollen Sonnenuntergang, welchen wir von der Promenade aus genossen. 🙂 Nach dem Abendessen feierten wir im benachbarten Hostel und kamen erst am frühen Morgen zurück. Es war eine Umstellung für mich. So hatte ich in Bogotá bisher nur typisch kolumbianische Parties im Kreise der Einheimischen kennen gelernt. Die Parties der Kategorie „Backpacker reißen das Hostel ab“ kannte ich bis dato noch gar nicht. Ich bevorzuge weiterhin die Feiern der Einheimischen! 🙂

Dass man bei 18 Menschen in einem Zimmer schon allein wegen der Geräuschkulisse nicht allzu lange schläft, sollte wohl jedem klar sein. Wenn die Luft um 8 Uhr morgens jedoch schon steht und man ein Messer braucht um sich den Weg ins Bad freizuschneiden, dann kann man auch nach einer Partynacht nicht länger als 4 Stunden schlafen.

Das Frühstück auf der Dachterasse begrüßte mich schon mit Schweißperlen und ich war dringlichst dazu angehalten, Sonnencreme dick und vorallem überall aufzutragen. Ihr wisst gar nicht wo kolumbianische Karibiksonne überall Sonnenbrand erzeugen kann! 😀
Dennoch ließ ich es mir nicht nehmen und lief mit Kamera im Gepäck durch die Straßen. Nachdem Antonius und ich abends einen super Italiener ausfindig gemacht hatten, genoss ich zurück im Hostel meine dritte Dusche des Tages.
Mal wieder lief ich beim Eintreten ins Zimmer gegen eine Wand, made out of air. Wir entschieden uns am späten Abend nach „Taganga“ zu fahren, ein benachbarter Ort mit tollem Strand und einigen Bars. Auch diese Party lief etwas länger als geplant, es ist aber auch so schön unter freiem Himmel das Salsa-Bein zu schwingen.

Den nächsten Tag verbrachte ich ganz gechillt mit ausruhen und Blog schreiben.
Für das Abendessen verabredeten Antonius und ich uns mit zwei Amerikanerinnen aus Florida, welche im Urlaub waren. Wir gingen wieder zu unserem Lieblingsitaliener und hatten einen lustigen Abend. Nicht ganz so lustig war der anschließende Versuch einzuschlafen. Die Luft war unerträglich. Somit entschied ich mich kurzerhand meine Nacht auf der Dachterasse zu verbringen. Ich suchte mir eine schöne Liege und brachte meine Decke aus dem Zimmer mit. Und siehe da, ich war nicht der Einzige. Wie auch schon in Nicaragua schlief ich wie ein kleines Kind im Freien und atmete dabei die frische Karibikluft ein. 🙂

 

 

Mein Wecker riss mich um 6.30 Uhr aus den Träumen. Aufstehen, fertig machen – heute geht´s in den „Parque Tayrona“. Der „Parque Tayrona“ ist ein Nationalpark und bekannt für seine malerischen Buchten mit weißen Sandstränden und kristallklarem Wasser. Ein Taxi brachte mich vom Hostel zum Busbahnhof.
Nach einer Stunde Fahrt (welche ich total verschlafen habe) stiegen alle Backpacker aus. Ich befand mich am Eingang und erhielt eine Einführung in die Parkregelungen. Da ich eine internationale Studentenkarte (ISIC) habe, erhielt ich das Ticket für nur 8.500 Pesos (knapp 3 Euro) und musste keine 15 Euro zahlen , höhö ein Glück, dass ich Student bin! 😀

Der ganze Tag war der Wahnsinn! So, so schön! Und heiß! Und schön! Das Mittagessen genoss ich mit zwei deutschen Mädels aus Münster, welche ich auf dem Weg im Park kennenlernte. Wir verbrachten den Nachmittag mit Fotos machen, schwitzen und am Ende mit einem wohlverdienten Plantschen in der Karibik. Schaut Euch die Bilder selber an, es war traumhaft und absolut sehenswert! 🙂

 

 

Weil die beiden Mädels ein Hostel in Parknähe gebucht hatten, musste ich nun alleine vom Parkausgang zum Hostel nach Santa Marta zurückkommen.
Da wir jedoch viel zu spät den Rückweg antraten und es zwischenzeitig auch schon dunkel geworden war, konnten wir froh und glücklich sein, überhaupt den richtigen Weg zum Ausgang gefunden zu haben. Ehrlich gesagt verliefen wir uns (bei dem Gebrüll der Affen über einem in den Bäumen aber auch kein Wunder!) und hatten Glück einen Einheimischen mit seinen drei Pferden zu treffen, dem wir dann hinterherliefen. Ohne Witz, der Herr hatte ein Tempo drauf, das war nicht lustig. Aber er war unsere einzige Rettung denn wir hatten uns im Dschungel verlaufen und das ist noch viel unlustiger. Dadurch dass wir nun aber viel zu spät und nach Abfahrt des letzten Busses am Ausgang ankamen musste ich warten, bis das nächste Taxi vorbeikam. In einem Nationalpark in Kolumbien kann es sich dabei auch schon mal um ein bis zwei Stunden handeln. Nach circa 45 Minuten fand ich dann aber doch recht schnell ein Taxi, welches mich dann für 20.000 Pesos (circa 6,50 Euro) vor die Türen meines Hostels brachte. Dort angekommen fiel ich nach einem kurzen Snack hundemüde und voller schöner Eindrücke vom Tag ins Bett!

Für den nächsten Tag buchte ich einen Shuttle von Santa Marta nach Barranquilla, wo ich dann am 10.08.2016 nach einer erholsamen Nacht im Einzelzimmer das Flugzeug nach Medellin nahm. In Barranquilla nutzte ich die Zeit für die Planung meiner weiteren Reiseroute und für die Recherche über die Fluggesellschaft „Viva Colombia“. Ich hatte verständlicher Weise starke Zweifel an einer Low Cost Airline, welche Tickets für 35€ inklusive Gepäck anbietet.
Wie ich den Flug überstanden habe und welche Erlebnisse ich in Medellin hatte, erfahrt Ihr im neuen Kapitel „Medellin und Toucan Spanish School“.

Danke für die zahlreichen guten Wünsche und es freut mich, dass Euch der Blog gefällt!

Bis die Tage, nos vemos, Robin. 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s